Rafael Jodar setzte sich am 12. Oktober 2026 in der dritten Runde der Rolex Shanghai Masters mit 4:6, 7:6(2), 6:4 gegen Jiri Lehecka durch. Der an Position 12 gesetzte Spanier erreichte nach zwei Stunden, 42 Minuten und 18 Sekunden das Achtelfinale des ATP Masters 1000-Hartplatzturniers.
Das Ergebnis bescherte Jodar seinen 40. Sieg auf Tour-Ebene in dieser Saison und baute seinen Head-to-Head-Vorsprung gegen Lehecka auf 2:0 aus. Der an Nummer 22 gesetzte Tscheche kam nach seiner Finalniederlage gegen Carlos Alcaraz in Tokio mit jüngstem Erfolg nach Shanghai und bot in einem Duell, das über alle drei Sätze eng blieb, Paroli.
Jeder Spieler schaffte im Match ein Break: Lehecka im ersten Satz und Jodar im Entscheidungssatz. Der Spanier kämpfte sich über einen 7:2-Tiebreak im zweiten Satz zurück und brachte die Partie in einen vollen dritten Satz, bevor er sich den Achtelfinalplatz sicherte.
Mehr erste Aufschläge, stabilerer Schutz
Die aufschlussreichste Verschiebung betraf die Häufigkeit, mit der Jodar seinen ersten Aufschlag ins Spiel brachte. Seine First-Serve-Frequenz stieg von 50 Prozent im ersten Satz auf 67 Prozent im zweiten und 75 Prozent im dritten. In absoluten Zahlen landete er 14 von 28, dann 33 von 49 und schließlich 27 von 36 ersten Aufschlägen.
Diese Zahlen zeigen eine deutliche Veränderung in der Mischung der Aufschlagpunkte, mit denen Lehecka konfrontiert wurde. Im ersten Satz spielte Jodar ebenso viele Punkte nach einem zweiten Aufschlag wie nach einem ersten; im Entscheidungssatz spielte er drei First-Serve-Punkte für jeden Second-Serve-Punkt. Dadurch verringerte sich im Matchverlauf seine Anfälligkeit beim zweiten Aufschlag.

Seine Erfolgsquote bei Punkten auf den ersten Aufschlag blieb in einem relativ engen Bereich: 10 von 14 Punkten im ersten Satz, 23 von 33 im zweiten und 18 von 27 im dritten. Die späte Stärke in den Sätzen lag darin, diesen Aufschlag häufiger zu platzieren und weiterhin etwa zwei Drittel oder mehr dieser Punkte zu gewinnen.
Die Druckwerte geben diesem Wandel einen praktischen Kontext. Jodar wehrte den einen Breakball ab, dem er im zweiten Satz gegenüberstand, und alle drei im dritten. Keiner der beiden Spieler brach im mittleren Satz den Aufschlag, wodurch der Tiebreak entscheidend für die Verlängerung des Matches war. In diesem entscheidenden Satz nutzte er seine einzige Breakball-Chance.
Die Punktzahlen Satz für Satz zeichnen dieselbe Wende nach. Lehecka führte im ersten Satz mit 31-26; Jodar führte im zweiten mit 49-45 und im dritten mit 33-29. Diese beiden Vier-Punkte-Vorsprünge wogen das anfängliche Fünf-Punkte-Defizit auf und ergaben den kleinen Gesamtvorteil hinter einem hart erkämpften Sieg.
Jodar kam zudem ohne einen Doppelfehler durch, während Lehecka zwei beging. Der Tscheche hatte die höhere Anzahl an Assen, zehn gegen drei, doch Jodar gewann 25 von 39 Punkten hinter seinem zweiten Aufschlag, verglichen mit Lehechkas 28 von 48. Diese Werte geben einen anderen Blick auf den Aufschlagwettkampf: Die größere Anzahl an Assen ging nicht mit einer höheren Erfolgsquote bei Punkten auf den zweiten Aufschlag einher.

Zum fünften Mal in Folge im Masters-Achtelfinale
In der vorherigen Runde besiegte Jodar Tirante mit 4-6, 6-2, 6-3. Das Ergebnis gegen Lehecka bescherte ihm in Shanghai einen zweiten aufeinanderfolgenden Dreisatz-Comebacksieg nach verlorenem ersten Satz.
Mit 20 hat Jodar nun bei fünf aufeinanderfolgenden ATP Masters 1000-Turnieren, an denen er teilgenommen hat, die vierte Runde erreicht. Dem Bericht des Turniers zufolge ist er der jüngste Mann, dem diese Serie seit Novak Djokovic im Jahr 2007 gelungen ist. Die Bedeutung liegt im anhaltenden Fortschritt auf diesem Niveau, wobei Shanghai mit einer weiteren Achtelfinalteilnahme an eine ohnehin schon konstante Serie anknüpft.
Diese Serie fällt in seine erste vollständige ATP Tour-Saison, nachdem er sich im Dezember 2025 für den Profiweg entschieden hatte. Seine Saisonbilanz steht nun bei 40-16, und das Ergebnis in Shanghai stärkt sein Bestreben, sich für die Nitto ATP Finals zu qualifizieren. Die Kombination aus Gesamtsiegen und wiederholtem Masters-Vorankommen verleiht diesem Streben Substanz.
Sein nächster Gegner wird der an Nummer acht gesetzte Arthur Fils oder Botic van de Zandschulp sein. Für ihr Drittrunden-Match war im für diesen Artikel geprüften Draw kein abgeschlossenes Ergebnis verzeichnet. Beide erreichten dieses Duell in zwei Sätzen: Fils besiegte den Qualifikanten Pavel Kotov mit 6-3, 6-4, während Van de Zandschulp den an Nummer 31 gesetzten Alex Michelsen mit 6-4, 6-4 bezwang.